1997

6. Ein Zeltlager mit explosiven Aha- Effekten

   

Erlebnis - und abwechslungsreiche Tage erlebten 50 junge Feuerwehrleute der Stadtteilwehren beim Jugendzeltlager der Stadt  Alzenau an diesem Wochenende. Gastgeber war in diesem Jahr die Feuerwehr Wasserlos, die das Jugendcamp auf dem idealen Zeltplatz des Wandervereins Michelbach ausrichtete. Theoretische Ausbildung, Besichtigung von technischen Einrichtungen, Lagerolympiade aber auch Lagerfeuerleben ließen das Wochenende kurzweilig werden.

Am frühen Freitag Nachmittag reisten die 20 Betreuer der sechs Alzenauer Stadtteilwehren mit den Jugendlichen an und bauten ihre Zelte auf. Erfahrene Wehrmänner hielten am Spätnachmittag noch einen Vortrag über „Brennen und Löschen“ bevor man sich rund ums Lagerfeuer versammelte.

Am Samstag morgen gab es Gruppenunterricht. Der Wasserlose Kommandant Karlheinz Reinfurth und sein Stellvertreter Nikolaus Schmid mit ihren Helfern erläuterten ihrer Gruppe Schaumaufbau mit Übungsschaum.

Thomas Schmitt aus Neuenhaßlau, ein ehemaliger Wasserloser, demonstrierte Brandversuche mit Alkohol.

Fett-Explosion nachgestellt

    

Anschaulich erlebten die jungen Feuerwehrleute auf diese Weise, wie man es nicht machen soll. Ebenso wenig mit Wasser löschen kann man zum Beispiel brennendes Metall wie Magnesium, wie ein anderer Versuch zeigte. Ein „Feuerwerker“  von der Alzenauer Wehr provozierte eine Fett-Explosion. Ungläubiges Staunen und Raunen  ging durch die  in gebührendem Abstand postierte Jugendfeuerwehrleute, als die Stichflamme doch gut zwei bis drei Meterhoch stieg. Dabei waren das mit Frittierfett gefüllte Gefäß und das tassengroße Wassergefäß üblichen Haushaltgrößen nachgestellt.

Am Samstag Nachmittag fand die Lagerolympiade statt. Dem Alter und Ausbildungsstand entsprechend wurden Teams zusammengestellt. Dabei wurde aus allen Stadtteilwehren gemischt, damit kein Konkurrenzdenken aufkommen konnte. Es musste also bei den Übungen und Fragespielen die Zusammenarbeit der Feuerwehr, sozusagen „Teamgeist“ geübt werden.

Mit Eifer waren die jugendlichen beim C-Schlauch-Werfen, beim Kübelspritzen, Ballonjonglieren und den Fachfragen am Werk. Beim abendlichen Lagerfeuer wurden die Sieger geehrt. Die Verköstigung allgemein und natürlich beim Lagerfeuer mit Grillwürstchen hatte wieder die ‚Rot-Kreuz-Bereitschaft Hörstein übernommen. Fünf Sanitäter standen in Bereitschaft.

Am Sonntag morgen fand eine Schauübung mit Löschmitteln statt. Ausrichter Wasserlos zum Beispiel präsentierte bei einer Fahrzeug Vorführung ein „LF8“, Michelbach ein „LF16“, Alzenau ein „TLF24/50“, und Albstadt eine Hochdruckpumpe. Auch wurde eine „kleine Ursache mit großer Wirkung“ – die‚ Fett-Explosion – noch mal den Eltern und Gästen demonstriert.

Zum abschließenden Mittagessen waren die Mitglieder der Stadtfeuerwehren sowie die Eltern der Teilnehmer eingeladen.

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